#StopTheDeal

Wir unterstützen die Bemühungen das schändliche EU-Türkei Flüchtlingsabkommen vor Gericht zu bringen, um das Leben eines Mannes zu retten und das von Millionen zu verbessern

Worum geht es in dieser Kampagne?

Am 20. März 2016 trat das umstrittene Abkommen zwischen der EU und der Türkei in Kraft. Es bestimmte, dass alle "neuen irregulären Migranten", ein Euphemismus für Flüchtlinge und Asylsuchende, die von diesem Zeitpunkt an in Griechenland eintreffen, in die Türkei zurückgesendet würden.

Dies ist ein schändliches Abkommen, das dem Rest der Welt eine beängstigende Botschaft sendet: Männer, Frauen und Kinder, die eine gefährliche Reise und die Schrecken des Krieges, der Verfolgung und der außerordentlichen Verwundbarkeit überleben konnten, sind in Europa nicht willkommen. Darüber hinaus hat das Abkommen diese Menschen auch dazu gebracht, andere, noch gefährlichere Wege zu unseren Küsten zu nehmen.

Aber es muss nicht so sein. Als DiEM25 stehen wir hinter einem einzigartigen juristischen Vorgehen, das dieses Abkommen kippen könnte und möglicherweise das Leben von Millionen von Menschen, die in dringend Not nach Europa kommen, verbessern könnte.

Wie? Indem man hilft, das Leben eines Mannes zu retten.

Das ist Shabbor Iqbal

Shabbir Iqbal

Shabbir Iqbal ist ein 40-jähriger Elektroingenieur aus einer mittelgroßen Stadt in der Punjabi Region Pakistans, wo er eine Autovermietung betrieb. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 3 und 5 Jahren.

Eines Tages im Dezember 2015, griff eine lokale Gruppe von islamischen Extremisten Schabbirs Nachbar, ein Christen, an. Die Extremisten wollten das Haus des Nachbarn beschlagnahmen, um es in eine Madrasa zu verwandeln; Shabbir verteidigte ihn.

Diese einfache Tat änderte Shabbirs Leben unwiderruflich. Weil er einem Christen zu Hilfe kam, bezeichneten die Extremisten Schabbir als Ketzer; die Stadtobersten beschlossen, dass er und sein Vater die Stadt zu ihrer Sicherheit verlassen sollten. Mehrere Mitglieder seiner Familie und aus seinem engen Freundeskreis sind mittlerweile von den Extremisten ermordet worden. Seine Frau und seine Kinder halten sich versteckt. Wenn Schabbir nach Hause zurückkehrt, werden die Extremisten mit Sicherheit versuchen ihn zu töten.

Heute, nach einer schrecklichen Reise, auf der auch sein Vater umkam, ist Shabbir auf Lesbos in Griechenland, wo er seit neun Monaten lebt. Im Rahmen des EU-Türkei-Abkommens vom 20. März 2016, droht ihm nun abgeschoben zu werden. Du kannst Shabbirs ganze Geschichte hier lesen.

Shabbirs Fall könnte das gesamte schändliche Abkommen kippen

Eine Gruppe besorgter europäischer Demokraten in Spanien und Griechenland, unter der Leitung des hervorragenden ehemaligen spanischen Anti-Korruptions-Staatsanwalt Carlos Jiménez Villarejo, arbeitet daran Shabbir zu retten. Am 29. November 2016 reichten sie eine Klage beim Europäischen Gerichtshof ein. Ziel ist es, die Abschiebung Shabbirs in die Türkei zu stoppen.

Sollte diese Klage erfolgreich sein, wird sie viel mehr erreichen, als das Leben eines Mannes zu retten: Sie könnte einen rechtlichen Präzedenzfall schaffen, der das EU-Türkei-Abkommen ein für alle Mal zerschlagen könnte.

Ihr Kampf ist unser Kampf

Flüchtlinge haben wenig oder keine sichere und legale Wege um Schutz in Europa zu finden.

Als DiEM25 wurden wir aufgerufen uns hinter diese Aktion zu stellen, um Shabbir zu retten und das EU-Türkei-Abkommen zu kippen.

Wir glauben, dass diese Vereinbarung die Integrität und die Seele einer Union weiter untergräbt, die sich einst zuversichtlich auf ihre Verpflichtung auf den Humanismus, ihre Proklamation der Solidarität und ihr Streben nach gemeinsamem Wohlstand berufte.

Wir fordern die Europäer und ihre gewählten Abgeordneten auf, dieses Abkommen und alle Versuche aufzuheben, die es der EU ermöglichen würden menschliche Leben und grundlegende humanistische Prinzipien für rückwärtsgewandte, engstirnige, nationalistische Interessen zu opfern.

Wir rufen Sie auf, um diesen Kampf auch Ihr zu machen!

Was kannst Du tun?

Wir planen eine Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, diese Kampagne voranzubringen. Bitte verfolge diese Seite, denn wir werden sie mit neuen Aufgaben aktualisieren, bei denen Du helfen kannst.

Unterzeichne die Petition!

Wir müssen eine laute Botschaft der Einheit, Unterstützung und Stärke für dieser Kampagne senden. Unterschreibe die Petition jetzt und teilen Sie sie mit Deinen Kontakten und Social-Media-Netzwerken mit dem #StopTheDeal Hashtag!

Bring Dich ein!

Organisiere/beteilige Dich bei öffentliche Veranstaltungen, Diskussionen und Demonstrationen mit Deiner nähesten DiEM25-Freiwilligengruppe zu #StopTheDeal.

Campaign FAQ

Shabbir's Story

This story and timeline has been corroborated by two witnesses’ sworn statements.

Who is Shabbir?

Shabbir, 40, is an electrical engineer by trade. He is married with two children, aged 3 and 5. He lived in a mid-sized town in the Punjab region of Pakistan, where he ran a car rental business.

A timeline of what happened to him:

In December 2015, a neighbour of Shabbir (a Christian) was attacked by a group of radical Wahhabi Muslims for not allowing them to confiscate his home to convert it into a madrasa (a religious school). Shabbir went outside to defend his neighbour; a fight ensued, and Shabbir’s brother was killed.

For coming to the aid of a Christian, the Wahhabi group labelled Shabbir – a Muslim – a heretic; the city’s chieftains decided that he and his family should abandon the town for the sake of their safety. Leaving behind his wife and children (who went into hiding elsewhere in Pakistan), he fled and embarked on a journey to Europe, with his father and another neighbour’s two sons (Sarfraz, aged 17 and Bilal, aged 20), who had also been expelled from town for hiding Shabbir in their house.

Shabbir’s father died of exhaustion soon after they reached Turkey. The trio continued their journey through Turkey. Once there, Sarfraz was kidnapped by a local gang. Since the family could not pay the ransom, the gang beat the boy to death.

At the end of March 2016, Shabbir and Bilal arrived in the Moria refugee camp on the island of Lesvos. The EU-Turkey deal had just come into effect, putting the two at risk of deportation back to Turkey.

On June 10, as Shabbir was undergoing psychiatric treatment in Moria for all that he had experienced, his other brother who lives in Dubai travelled back to Pakistan to visit family. The local Wahhabi extremists thought he was Shabbir and killed him, along with his 9- and 12-year-old sons and one cousin.

Since arriving in Greece, Shabbir has made repeated requests for asylum – all of these have been turned down. If he is intercepted, he will be deported. In theory, at any time the Greek police could detain him and deport him.

He cannot return to his town as he will almost certainly be killed. Shabbir’s wife is extremely concerned for the safety of her and the children – to survive, she depends on a small monthly donation from a volunteer who is part of this action.

Why is DiEM25 standing behind it?

We embrace and stand behind this initiative because:

>> It is fully in line with DiEM25’s manifesto
>> It reflects our stance on Refugees and Migration as stated in our Vienna Assembly of last May, “Europe’s Duty to the Refugees: Europe’s Duty to Itself
>> It conforms with DiEM25’s policy work, as outlined in our Progressive Agenda for Europe, and
>> It is a magnificent example of our principle of “constructive disobedience” – aiming to bring down the EU-Turkey deal as a precursor to fixing the EU’s broken migration system by making the migration pillar of our Progressive Agenda for Europe become official policy.

DiEM25 news on Refugees and Migration