Ein Tag in Bremen: Wohlstand für die Vielen statt Reichtum für die Wenigen

Am Wochenende trafen wir uns als Aktivist:innen von MERA25 und DiEM25 in Deutschland für einen Workshop-Tag und ein sowohl kämpferisches als auch liebevolles Abendevent 

Wir denken Deutschland steht am Scheideweg: Die Regierung hat sich für amerikanisches, katarisches und aserbaidschanisches Gas und gegen eine grüne Transformation entschieden. Wir verbiegen und verdrehen unsere Moral, während das Klima weiter kollabiert. Gleichzeitig steigen die Preise immer weiter an. Die Regierung verweigert sich jeder Maßnahme die ökonomische Situation zu verbessern. Stattdessen schwört sie auf Verzicht ein. DiEM25 ist jetzt umso mehr gefragt, denn wir verbinden die politischen Kämpfe von Menschen aus ganz Europa.

Wir haben eine große Lektion von Occupy Wall Street und den Indignados gelernt: Auf der Straße zu demonstrieren reicht nicht aus. Wir haben keine Zeit, diejenigen zu beeinflussen, die uns an den Rand der Apokalypse gebracht haben: Wir müssen sie ersetzen. Deshalb gründen wir MERA25 in ganz Europa.

Erik Edman, politischer Koordinator von DiEM25, war zu Gast; in seiner Rede betonte er eines unserer wichtigsten Prinzipien: 

„Es gibt keinen Kampf zwischen Norden und Süden, sondern zwischen den Bürger:innen und denen, die versuchen, sie zu verarmen und zu unterdrücken!“

Die lokale Ebene ist genauso wichtig wie die internationale, weil die Probleme in dem System, in dem wir leben, miteinander verbunden sind. Wir müssen überall ansetzen, und deshalb war unser Wochenende so wichtig: Menschen auf dem ganzen Kontinent schauten nach Bremen!

Unsere Arbeit gen Bürgerschaftswahl in Bremen 2023

Wir feilten über den Tag an unserer Vision, wie ein Bremen für die Vielen in Bereichen wie Energieversorgung, Bildung, Arbeit, Gesundheit und Kultur konkret aussehen kann. Denn im Gegensatz zu anderen entwickeln wir Programme gemeinsam mit denen, die sich uns anschließen: Wir kämpfen mit Blick auf die Bürgerschaftswahl nächstes Jahr nicht nur einfach „gegen“ das, was gar nicht geht, sondern eben auch „für“ das, was geht.

Am Abend hatten wir den Bremer Erwerbslosenverband, die Aktivistinnen von Letzte Generation, das Bündnis Menschenrecht auf Wohnen und die Bürger:inneninitiative Platanen am Deich zu Gast. Viele der Ziele unserer Gäste sind auch die unseren, denn auch wir wissen, dass neue Investitionen in fossile Energien der falsche Weg sind, dass der Wohnungsleerstand beendet werden muss und Bäume erhalten werden müssen. Auch wir sind gegen die steigenden Preise und fordern: Preise runter!

Wir halten zusammen gegen Politiker wie Sigmar Gabriel oder Christian Lindner, die uns harte Zeiten prophezeien weil sie keine Ahnung haben, dass die Zeiten für uns noch nie leicht waren in einer Gesellschaft, in der die Wenigen zu viel haben und die Vielen zu wenig.

Das Problem mit einer radikalen Finanzpolitik an der Wurzel packen, heißt für uns, wie Vincent Welsch bei seinem Workshop betonte: „Zeit, das Problem zu geringer Investitionen durch eine Reform des Geldsystems endlich aufzulösen! Unter anderem gehören geldpolitische Entscheidung unter öffentliche Kontrolle.“

Vielen Dank an unser Team von MERA25 Bremen, an alle unsere Gäste, an die Band Seelefant und an ein tolles Publikum für einen gelungenen, kämpferischen und liebevollen Tag.

Unser Fazit: Wohlstand für die Vielen statt Reichtum für die Wenigen ist möglich und keine Utopie.

Es ist wichtig, sich folgendes stets in Erinnerung zu rufen: Alle sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen sind von Menschen gemacht und können daher von Menschen verändert werden. Dafür stehen wir ein. Das wollen wir nicht nur für dich tun – sondern mit dir! Denn Veränderung kommt niemals von oben. Machst du mit? Werde hier MERA25-Mitglied!

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